Weniger Kratzer und Beulen dank Rückfahrkameras

Die flotten Designs moderner Autos haben einen entscheidenden Nachteil: Der Fahrer sieht immer schlechter, wo sein Auto anfängt und aufhört. Klassische Einparkhilfen unterstützen zwar beim Einparken und bieten zusätzliche Sicherheit beim Zurücksetzen. Das Hineinzwängen in eine Parklücke zeigt aber rasch die Grenzen der Genauigkeit dieser Ultraschall-basierten Systeme. Auch Säulen in einer Garage oder die Träger eines Carports können tückisch sein, wenn sie außerhalb des Erfassungsbereichs der Parksensoren stehen. Teure Kratzer oder Dellen die unangenehme Folge.

Rückfahrkameras sind moderne Alternativen zu klassischen PDC (Park Distance Control) Systemen. Sie zeigen auf einem Display die Umgebung rund um das Fahrzeug an, eingeblendete Distanzlinien geben dem Fahrer exakte Informationen über den Abstand zu Hindernissen.

Das Bild zeigt ein Auto, welches gerade in eine Parklücke zwischen 2 andere Autos einparkt.
Eine Rückfahrkamera hilft Schäden am Auto zu vermeiden.

Einzelne Kamera oder Rundum-Blick

Für den Blick hinter das Auto genügt ein System mit einer einzelnen Kamera. Der Einbau gemeinsam mit der Kennzeichenbeleuchtung ist am einfachsten, da hier bereits Durchführungen für die Anschlüsse vorhanden sind. Mit der Rückfahrkamera sieht der Lenker die Entfernung eines Hindernisses von der hinteren Stoßstange genauer als mit einer Einparkhilfe. Der Blick zur Seite ist mit nur einer Kamera aber verwehrt.

Ein größeres Sichtfeld ermöglichen Systeme mit bis zu vier Kameras, eingebaut zum Beispiel in die Stoßstange. Sie erfassen auch seitliche Hindernisse, Top-Systeme bieten einen 360° Rundum-Blick. Sie unterstützen den Fahrer nicht nur beim Einparken und Rückwärtsfahren. Sie helfen auch während der Fahrt bei der Vermeidung von Unfällen, wenn der Lenker andere Fahrzeuge im toten Winkel übersieht.

Tag, Nacht und Nebel

Nicht immer ist die Sicht wie an einem klaren Tag. Moderne Rückfahrkameras stellen selbst bei geringer Beleuchtung oder Nebel die Umgebung so gut dar, dass der Betrachter Hindernisse erkennen und Abstände abschätzen kann. Sie verfügen über höhere Sensibilität im Infrarot-Bereich und mehr Empfindlichkeit als herkömmliche Kameras.

Kabel oder Funk

Die Übertragung des Bildes von den Kameras zum Display kann auf zwei Arten erfolgen. Die beste Qualität liefert eine fixe Verkabelung. Sie benötigt entsprechenden Platz für den Kabelstrang und verursacht mehr Aufwand und Kosten für den Einbau. Einfacher ist der Einbau von Funkkameras. Die Übertragung der Bilder mit Funkwellen reagiert aber sensibler auf Störungen, egal ob aus dem Motorraum oder von außerhalb.
Smartphone und Bluetooth

Eine moderne Alternative ist eine Rückfahrkamera, welche ihr Bild über Bluetooth an ein Smartphone sendet. Die digitale Bluetooth-Verbindung ist weniger störungsanfällig als die analogen Funkkameras und liefert bessere Bilder. Das Handy ersetzt das Display, eine App übernimmt die Anzeige.

Die Webseite von Luis bietet zum Beispiel einen guten Überblick der verschiedenen Varianten. Ein Online-Konfigurator hilft bei der Suche nach dem richtigen System für die individuellen Anforderungen.

Als moderne Alternative zu klassischen Parksensoren bieten Rückfahrkameras dem Lenker mehr Komfort und eine bessere Sichtbarkeit rund um das Auto. Damit erhöhen sie die Sicherheit und tragen sowohl bei, Parkschäden zu vermeiden, als auch schwere Unfälle im toten Winkel zu verhindern.